Stress- und Müllfreie Menstruation

Ich weiß noch, wie ich mich damals gefreut habe, als ich das erste Mal meine Menstruation bekam. Schwupps, da war ich kein kleines Mädchen mehr, sondern eine FRAU. Ich könnte Kinder kriegen (damit habe ich ja dann auch wirklich früh angefangen) und hatte das Gefühl, jetzt würde das Leben so richtig losgehen. Und ich finde bis heute, dass wir Frauen uns freuen sollten, weil wir so eine Superpower besitzen.

Die Freude darüber hat aber erst mal nicht so richtig lange angehalten. Teilweise ging die Menstruation mit Schmerzen einher. Und immer dieses Blut. Anfangs habe ich Binden verwendet, mich aber nie richtig wohl damit gefühlt. Irgendwann bin ich dann auf Tampons umgestiegen. Da hatte ich mit dem Blut weniger zu tun. Wohl gefühlt habe ich mich während meiner Tage aber nie so richtig.

Irgendwie gewöhnte ich mich aber dran, und was blieb mir auch anderes übrig. Einmal im Monat war ich eben genervt. Als ich noch die Pille nahm, habe ich die Periode immerhin mal verschieben können. Dass ich damit meinen ganzen Körper durcheinander bringe habe ich erst viel später realisiert.

Nach und nach bekam das Thema Müll, bzw. Zero Waste, einen immer höheren Stellenwert. Absurd, dass mir in dem Zuge erst klar wurde, wie bescheuert auch Tampons sind. Einzeln in Plastik eingepackt, mit Chemie versetzt. Was tue ich da jeden Monat nicht nur meinem Körper, sondern auch dem Umwelt an? So ging die Zeit der intensiven Recherche los.

Auf einer Messe lernte ich die Gründerin von Lunette, und somit meine erste Menstruationstasse, kennen. Anfangs war ich noch sehr unsicher damit. Erst mal bin ich ein paar Monate drum herum getigert und habe mich nicht so richtig getraut. Ich fand es merkwürdig, so ein Silikonteil einzuführen und habe nicht so richtig geglaubt, dass sich das gut anfühlen kann. Aber es kam der Tag, an dem ich es probiert habe. Seitdem kann ich mir meine Menstruation nicht mehr ohne die Tasse vorstellen. Das ist eine so phantastische Erfindung. Ich hatte das Glück, dass die Größe, die ich bekommen hatte direkt perfekt war. Einige Freundinnen von mir mussten sich ein bisschen mehr durchprobieren. Was für mich essentiell war: Den Schniepel unten abzuschneiden. Der hatte mich gestört und zum Rausholen brauche ich ihn nicht.

Die Tasse macht nicht nur so gut wie keinen Müll (sie hält viele Jahre), sondern fühlt sich auch viel besser an als jeder Tampon. Sie trocknet nicht aus und bringt keinerlei Fremdkörper mit. Außerdem habe ich viel mehr Bezug zu dem Blut, das ich verliere. Das ist gar nicht so viel, wie ich immer dachte. Es gibt mittlerweile eine Menge Anbieter. Ich besitze eine Lunette und eine Me’Luna und schätze beide gleichermaßen.

Ich rate euch – probiert es einfach mal aus.

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