Grüne Woche – ein Besuch bei Riedenburger

gruenewoche1

Die Grüne Woche ist aus diversen Gründen zwar eine bizarre, aber sehenswerte Veranstaltung. Wo kriegt man sonst, von gefilmten Stalleinbrüchen mal abgesehen,  einen tiefen Blick auf die Nahrungsindustrie, vor allem die Konventionelle. In den gefühlt 500 Hallen werden Tierstall-Anlagen beworben und man kann einen modernen Viehtransporter von innen anschauen, Zuchtbullen bestaunen oder die 100. Wurst abgreifen. Alles beschallt von Schunkelmusik und Täterätätä. Klar, dass Anna und ich uns da neugierig ins Getümmel werfen mussten. Gut aushalten lässt sich der Wahnsinn übrigens, wenn man gleich zu Beginn die Russland-Halle aufsucht und für 1 Euro Vodka-Shots bestellt.

Dieses Jahr gab es erstmals eine Halle für „Vegetarier und Allergiker“, die allerdings eher ein bisschen lieblos wirkte. Zuhause fühlten Anna und ich uns in der Bayern-Halle (wir kommen beide nicht aus Bayern, aber zwischen Nürnberg und Chiemsee hat man es einfach drauf mit der gemütlichen Esskultur) und natürlich in der Bio-Halle. In Letzterer blieben wir vor allem beim Stand von Manfred hängen. Manfred ist Bayer (war ja klar), arbeitet seit vielen Jahren für die Riedenburger Ökobrauerei, die natürlich auch aus Bayern stammt.

Den Namen kannten wir bereits – einige Produkte sind bei der Bio Company gelistet – aber es ist immer schön wenn man mal die Menschen hinter den Marken trifft. Manfred ist seit über 20 Jahren leidenschaftlicher Bio-Anhänger, weil er gesund alt werden möchte und einfach Qualität liebt, wie er sagt.

Wer ist Riedenburger und was ist Bio-Bier?

Riedenburger gibt es bereits seit 1866. Als die Luft für kleinere Brauereien im Zuge der Globalisierung in den 1980er Jahren dünner wurde, entschied sich die Familienbrauerei dazu auf Bio umzustellen und sich dadurch von den Industriebieren noch mehr abzuheben. Aber was heißt eigentlich Bio-Bier? Bei Riedenburger heißt es unter anderem: Rohstoffe aus Bioanbau, Förderung von Biodiversität durch Verwendung von Inhaltsstoffen wie Einkorn, Emmer, Dinkel, Verwendung von ungekreuzten und genfreien Sorten. Das  Thema Ökologie zieht sich durch alle Bereiche, von der eigenen Photovoltaikanlage bis zur engen und fairen Kooperation mit den Bio-Erzeugern.

 Was für Biersorten hat Riedenburger?

Puh, zu viele um sie hier aufzulisten, vom Hirsebier bis zum Weizendoppelbock ist alles dabei. Alles, was ich bisher probiert habe, war sehr lecker. Meine Favoriten sind das noch recht frisch auf dem Markt seiende IPA Craft Beer und das unschlagbare Dinkel-Malz

 

gruenewoche3 gruenewoche2

gruenewoche4

Kategorien Food Friday

über

Im Gegensatz zu Kunst sollte Essen bodenständig sein. Ich bin für: Das große Ganze untersuchen // das Kleine bewundern // Entdeckungsreisen // Gute Laune // konkrete Pläne // abgefahrene Ideen // Fusion ohne Regen // Transparenz & Lobbycontrol// Arbeit, von der man leben kann. Überall auf der Welt // sich anmalen // vegi Ernährung (gelingt mir noch nicht immer) // Gui Boratto im Sonnenuntergang – ermöglicht durch eine Photovoltaik-Anlage // Sich reinhängen // Ökosoziale Marktwirtschaft versuchen // nicht mehr verbrauchen als einem zusteht // Einen Ort, an dem ich meinen Gedankenwust platzieren kann: Green Friday. Pop & Poesie gibt es hier: http://juliafriday.tumblr.com Bunte Bilder: http://pinterest.com/juliaschimanzky/

0 Kommentare zu “Grüne Woche – ein Besuch bei Riedenburger

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.