Goerlzclub Berlin – girlpower 2014

weltfrauentag

Vor Kurzem war Weltfrauentag und der Berliner Goerlzclub hat ein feinen Salon zum Thema Frau sein organisiert. Zeit für ein bisschen Off-Topic: Girlpower 2014!

Wir sind die Mädchen, die in dem Glauben aufgewachsen sind, dass wir alles werden können. Dass wir alles sein können, dass wir alles tun können, dass es fantastisch ist ein Mädchen zu sein. Und das fühlen wir auch heute noch. Wir sind so viel weiter als unsere Großmütter. Aber doch gibt es immer wieder diese Momente, in denen wir schmerzhaft feststellen müssen, dass doch noch gar nicht so viel erreicht wurde, wie wir dachten. Dass hier und da sogar ganz neue, andere Kämpfe dazu kommen. Als die ersten Freundinnen den Kampf gegen ihren Körper begannen und stark essgestört wurden. Als die ersten Freundinnen als „Schlampe“ beschimpft wurden, weil sie Lust auf Sex mit wechselnden Partnern hatten. Als wir merkten, wie Männer als zielstrebig gefeiert und Frauen als „bossy“ verurteilt wurden, wenn sie die Führung übernahmen. Als die Jungs karrieremäßig an uns vorbei zogen, obwohl wir die besseren Abschlüsse in der Tasche hatten. Als die ersten Kolleginnen keine tollen Projekte mehr bekamen, seit sie aus der Mutterschaft zurück sind. Als wir auf offener Straße begrapscht wurden und unser Umfeld mit den Achseln zuckte  a la „Kann man nichts machen, passiert halt, komm damit klar.“ Als wir Gespräche mithörten, wo Frauen über 40 ohne Kinder als „nicht ganz zurechnungsfähig“ beschrieben wurden, weil ihnen ja was wichtiges fehlt. Das ist sie also, die große neue Wahlfreiheit über seinen Körper und sein Leben selber entscheiden zu können? Wir stellten fest, wie wenig weibliche Vorbilder wir eigentlich aktuell haben, in Sachen Karriere, Spiritualität, Skills, Intellekt, Kunst, Wissenschaft, glücklich sein. 

Aus dem „Ich brauch mich mit dem ganzen Frauenkram nicht beschäftigen“ unserer Jugend ist daraufhin eine Lust auf eine Auseinandersetzung mit dem Thema Frau sein geworden. Mit gesellschaftlichen Anforderungen an Frauen, Definition von Weiblichkeit, mit Karriere-Feminismus. Ein wunderschöner Ort dafür ist der Berliner Goerlzclub, den Yasmine Orth ins Leben gerufen hat. Letzte Woche organisierte sie in diesem Rahmen das Symposium „Die Kunst eine Frau zu sein – Selbstwert, Drive, Spiel, Spaß“ im Soho House Berlin. Mehrere Speakerinnen hielten Impuls-Vorträge, die Anregungen geben sollten, sich noch tiefer mit Themen zu beschäftigen.

Die Eröffnung für den Abend gab die Soul und Jazz Performerin Ilhem, die, nur begleitet von ihrer Loopmaschine ordentlich Energie in den Raum pumpte. Danach übernahm  Moderatorin Andrea Thilo, die durch den Abend führte und  den roten Faden zwischen den unterschiedlichen Sprecherinnen spannte. Sonja Umstätter (Coach) startete als erste Sprecherin in den Abend und riss die Geschichte der Frauenrolle an, sowie weibliche Identität und ihrer zyklischen Natur. Kristin Rübesamen, Yogalehrerin und Journalistin, sprach im Anschluss zum Thema Selbstwert, um danach an Unternehmensberaterin Marion King zu übergeben. Diese stellte fest, dass das Internet und die vernetzte Arbeitswelt eine neue Art von Führungspersönlichkeiten benötigt. Zum Schluss begeisterte die Künstlerin Stephanie Bothor die Zuschauerinnen mit einer Mischung aus Vortrag und Performance zum Thema „Spielen und Storytelling“.

Es ist immer schön, mit tollen Frauen zusammen zu kommen, ins Gespräch zu kommen, sich inspirieren zu lassen. Let’s celebrate womenhood. Let’s kick ass. Es gibt noch viel zu tun 🙂

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(Danke für’s Mitkommen liebe Nina. Das wunderschöne Kleid das ich hier trage ist übrigens von righteous fashion, handmade in Nepal. Gibts bei greenthisseason.comDie Leggings ist von American Apparel.)

Kategorien Gesellschaft

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Im Gegensatz zu Kunst sollte Essen bodenständig sein. Ich bin für: Das große Ganze untersuchen // das Kleine bewundern // Entdeckungsreisen // Gute Laune // konkrete Pläne // abgefahrene Ideen // Fusion ohne Regen // Transparenz & Lobbycontrol// Arbeit, von der man leben kann. Überall auf der Welt // sich anmalen // vegi Ernährung (gelingt mir noch nicht immer) // Gui Boratto im Sonnenuntergang – ermöglicht durch eine Photovoltaik-Anlage // Sich reinhängen // Ökosoziale Marktwirtschaft versuchen // nicht mehr verbrauchen als einem zusteht // Einen Ort, an dem ich meinen Gedankenwust platzieren kann: Green Friday. Pop & Poesie gibt es hier: http://juliafriday.tumblr.com Bunte Bilder: http://pinterest.com/juliaschimanzky/

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