Gemüse des Monats Februar: Grünkohl

Jeden Monat stellen wir euch ein Gemüse vor, welches saisonal und regional gut zu bekommen ist und wir daher gerne in unseren Speiseplan integrieren. Wir starten im Februar mit dem Allrounder Grünkohl (Brassica oleracea var. sabellica).

Ich komme aus Norddeutschland, hier gibt es in der frostigen Jahreszeit vor allem eine Tradition: die Kohlfahrt. Und jetzt kommts: ich bin noch nie bei einer mitgelaufen. Das lag unter anderem daran, dass ich mir bei dem Geruch des klassischen Grünkohlgerichts „Grünkohl mit Pinkel“ die Nase zuhalten musste und weder in das grüne Gemisch noch in die Wurst hätte beißen wollen.

Aber jetzt ist alles anders. Ich lebe nicht mehr in Norddeutschland und kenne inzwischen die Vorzüge und vielen Variationen der Zubereitung der „Friesenpalme“. Das grüne Gemüse bringt viele Nährstoffe und Mineralien auf den Teller oder ins Glas und es lohnt sich wirklich damit mal ein wenig zu experimentieren. Hier zwei persönliche Rezept-Highlights aus der Rohkost Zubereitung – so enthält er nämlich die meisten Nährstoffe und ist eine schöne Erfrischung und Abwechslung in der grauen Winterzeit.

Grünkohl Smoothie

Zubereitungszeit ca. 15 min

Zutaten für 2 Portionen:
½ Apfel
½ Gurke
1 Blutorange
1 Limette
1 Stück Ingwer
etwas frische Minze
2-3 Blätter Grünkohl
einen Spritzer Agavendicksaft
ca. 1 Glas grünen Tee
Eiswürfel

  1. Den Apfel, die Gurke, die Blutorange und den Ingwer schälen und in kleine Stücke schneiden.
  2. Frische Minze und Grünkohlblätter klein zupfen, Limette auspressen
  3. Alles mit ca. einem Glas Wasser oder auch grünem Tee und einem Spritzer Agavendicksaft in einen Mixer geben und pürieren. Falls die Mischung noch zu dickflüssig ist, mehr Wasser oder Tee hinzufügen. Besonders erfrischend schmeckt es mit ein paar Eiswürfeln.

Grünkohlsalat mit Kichererbsen und Lemon-Tahinidressing

Zubereitungszeit ca. 30 min.

Zutaten für 2 Personen:

Für den Salat:

100-150 g geschnittener roher Grünkohl
1 kleine rote Beete
1 Möhre
1 Glas Kichererbsen
½ Teelöffel frischen Zitronensaft
½ Teelöffel Sesamöl
½ Teelöffel Olivenöl
½ Teelöffel Ahornsirup oder Agavendicksaft
½ Knoblauchzehe
etwas Meersalz
2-3 Teelöffel Kürbiskerne, geröstet

Für das Dressing:

3 Löffel Tahini
50 ml frischer Zitronensaft
3 Löffel Olivenöl
1 Knoblauchzehe
Salz und Pfeffer
etwas Chiliöl

  1. Den Grünkohl gewaschen und klein geschnitten zusammen mit dem Zitronensaft, Öl, Sirup, Salz und Knoblauch in eine große Schüssel geben und vermengen. Mit den Händen solange massieren, bis er von seiner Textur her weicher wird (ca. 5 min). Beiseite stellen und die Marinade einwirken lassen – in dieser Zeit wird der Kohl noch weicher.
  2. Für das Dressing werden Tahini, Zitronensaft, Olivenöl, Knoblauch, Salz und Pfeffer in ein Glas gegeben und verrührt. Ich benutze ein Einmachglas und schüttel alles kräftig, bis es sich miteinander vermengt hat.
  3. Die Kichererbsen in eine Pfanne mit Olivenöl geben und anbraten. Noch etwas Ahornsirup dazugeben und mit Salz und Pfeffer würzen. Während des Bratens, die Möhre und die Rote Beete raspeln und zu dem den Kohl geben.
  4. Das Dressing über den Salat geben und alles gut vermengen. Auf die Teller verteilen und die angebratenen Kichererbsen und gerösteten Kürbiskerne darüber verteilen. Guten Appetit!
  5. PS: wer es schärfer mag, kann etwas Chiliöl dazugeben, das gibt dem Ganzen auf jeden Fall einen extra Kick.

Kategorien Rezepte

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Kreativ, gesellig, neugierig. Lebe mit 2 bis 5 männlichen Wesen zusammen. Bin unterwegs und in Gemeinschaft meistens am Glücklichsten, liebe Lebensgeschichten und erzähle auch gerne welche. Nachhaltigkeit bedeutet für mich auch mal zu verzichten, aber vor allem Wertvolles neu zu entdecken.

2 Kommentare zu “Gemüse des Monats Februar: Grünkohl

  1. Aus den Stielen oder Mittelrippen lässt sich ein super Snack zaubern: In Tempurateig gebackene Grünkohlrippen. Mega lecker und mega Idee, das gute Gemüse restlos aufzuessen! Dafür brauchst du die übrigen Mittelrippen nicht mal direkt mit dem Smoothie oder Salat verarbeiten. Die Rippen halten sich auch ein paar Tage im Kühlschrank. Hier das Rezept: Du schneidest du die Rippen auf max. 8 cm Länge, blanchiert sie kurz und lässt sie abkühlen. (So blanchiert halten sie sich auch ein paar Tage im Kühlschrank.) Für den Tempurateig verrührst du einfach entweder 75 g extra Tempuramehl aus Reis oder Weizenmehl mit 1 TL Backpulver und ca. 100 ml kaltem Wasser zu einem dünnen klümpchenfreien Teig, den du 1 Std. in den Kühlschrank stellst. Danach wälzt du die Grünkohlrippen im Tempurateig, frittierst sie in heißem Öl bis sie knusprig sind und lässt sie auf Küchenpapier abtropfen. Sie schmecken pur, mit einer Soße oder einem Chutney. Guten Appetit!

    • Tolle Idee – vor allem weil man so restlos alles verarbeitet bekommt. Probiere ich auf jeden Fall mal aus! Danke dir!!!

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