FOLKDAYS & Friends Pop-up Shop

Vom 25. bis 27. Juni – also jetzt grade – gibt es einen tollen Pop-up Shop am Moritzplatz, direkt neben dem Schoener waers. Das Berliner Fashion-Label FOLKDAYS hat sich mit einigen anderen Marken aus der Berliner Nachhaltigkeits-Szene zusammen getan und so gibt es ein buntes Potpourri an bekannten und mir bislang unbekannten Produkten zu entdecken. Wer Zeit hat und in Berlin ist sollte mal vorbeischauen.

Folgendes gibt es zu entdecken – plus das, was meinem wachsamen Auge vielleicht entgangen ist:

FOLKDAYS
Folkdays ist ein faires Fashion Label aus der Hauptstadt. Es richtet sich an alle, die sowohl Wert auf Qualität als auch auf eine Geschichte hinter den Produkten legen. Die Designs sind schlicht und doch raffiniert und die Stoffe fassen sich ausnahmslos toll an. Neben Klamotten gibt es auch Schmuck, Accessoires und Interieur.

CUCULA
Cucula finde ich inhaltlich besonders spannend. Die „Cucula – Refugees Company for Crafts and Design“ versteht sich als Modellbetrieb, der Flüchtlinge dabei unterstützt, sich selber eine berufliche Zukunft zu bauen. Als Design-Manufaktur möchte Cucula hochwertige Designobjekte fertigen und verkaufen. Dabei werden handwerkliche Basisqualifikationen mit Schwerpunkt Möbelbau gelehrt. In der eigenen Werkstatt entsteht in Kooperation von Flüchtlingen, Designern und Pädagogen ein lebendiger Produktionsraum, in dem Wissen über Holzverarbeitung, Konstruktion und Planung vermittelt wird und eigene, kreative Ideen entwickelt werden. Der Erlös aus dem künftigen Verkauf der Werkstücke soll zur Finanzierung des Lebensunterhalts und der Ausbildung der Flüchtlinge dienen.
Nach erfolgreicher Finanzierung soll das Pilotprojekt als sozial-nachhaltige gGmbH gegründet werden und so weiteren jungen Flüchtlingen die Möglichkeit bieten, sich selber Perspektiven zu schaffen.

UND GRETEL
Und Gretel ist eine ganz junge Naturkosmetikmarke aus Berlin. Die Macherinnen haben nur ausgewählte und natürliche Inhaltsstoffe aus der ganzen Welt ausgewählt, die ethisch korrekt und nachhaltig wachsen dürfen und im Einklang mit der Umwelt und unserer Zukunft stehen. Von Avocado-Öl über Kamillenextrakt zu zu dem Destillat von Muskatellersalbei haben alle verwendeten Inhaltsstoffe ihren pflegenden, heilenden und ausgleichenden Ursprung in der Natur. Ich habe vor Ort die Möglichkeit ergriffen, die Produkte auszuprobieren und war insbesondere von der Foundation sehr angetan. Nicht ganz günstig, aber ich habe zugeschlagen und bin nun gespannt, wie ich damit zurechtkommen werde.

EINHORN CONDOMS
Einhorn haben Anfang des Jahres via Crowdfunding alle Erwartungen weit übertroffen und sind seitdem eifrig dabei, das erste faire Kondom auf den Markt zu bringen. Kondome sind meist Mittel zum Zweck. Sie schützen vor Krankheiten und sind ein sicheres Verhütungsmittel. Wirklich beliebt sind sie aber nicht und der Kauf ist vielen sogar unangenehm. Oft dient daher eine zusätzliche Tüte Chips nur dazu, die Kondompackung auf dem Band zu verdecken. Das möchte einhorn ändern und packt die Kondome selbst in eine von namhaften Designern gestaltete Chipstüte. So kommt die Vorfreude auf die Zeit zu zweit schon an der Kasse. Außerdem werden Kondome aus Naturkautschuk hergestellt, wobei die Latexmilch vorrangig in Asien von Kautschukzapfern in einem sehr aufwendigen Prozess geerntet wird. Der Klassiker: Diejenigen, die die größte Arbeit damit haben, erhalten oftmals kaum etwas von den Erlösen – obwohl die Margen mit denen von Luxusprodukten vergleichbar sind. Ebenso keine Seltenheit: Für die Produktion werden teilweise große Flächen Regenwald abgeholzt, um Kautschukbäume zu pflanzen. Um die anfälligen Monokulturen dann vor Schädlingen zu schützen, werden zudem giftige Pestizide gespritzt. Die Konsequenz: verseuchtes Grundwasser. All das wollen die einhorn Gründer in den nächsten Jahren ändern. 50 Prozent der Profite reinvestieren die Gründer in soziale Projekte, wie z.B. Sexualaufklärung für Jugendliche oder eben die faire Bezahlung der Kautschukbauern.

EKN FOOTWEAR
ekn Schuhe begleiten uns auf Green Friday bereits seit ein paar Jahren. Ich besitze zwei Paar Boots von der Marke und bin absoluter Fan. Halten gut, sehen gut aus und haben eine gute Geschichte. Die Schuhe werden in einer kleinen Manufaktur in der Nähe von Porto in Portugal hergestellt. Dort arbeiten etwa 70 Menschen unter sehr hohen sozialen Standards.  Die Produktionsstätte hat klare Richtlinien definiert, alle Abfälle soweit es möglich ist zu recyceln und ihre Arbeiter nicht mit toxischen Substanzen zu in Berührung kommen zu lassen. Das Leder ist chromfrei gegerbt – außerdem sucht ekn nach Alternativen zu dem Material Leder und haben seit kurzem auch eine vegane Linie von höchster Qualität.

OOT-BOX
OOT-BOX gibt es eigentlich noch gar nicht, aber im Pop-up Store gibt es die Möglichkeit, die Prototypen dieser wirklich schicken Rucksäcke anzuschauen und auszuprobieren. Ich habe mich direkt ein wenig in einen grauen Rucksack verliebt. Die Rucksäcke werden in Bangladesh unter fairen Bedingungen und aus hochwertigen, möglichst lokalen Produkten hergestellt. Hier kann „Made in Bangladesh“ zu einem echten Qualitätsmerkmal werden. Alles Gute für die nächsten Schritte, ich hoffe die Taschen kommen bald auf den Markt, I want that bag!

COFFEE CIRCLE
Coffee Circle ist definitiv der von mir am häufigsten gekaufte Kaffee. Vor einiger Zeit haben wir schon mal 10 Gründe für Coffee Circle zusammengeschrieben. Coffee Circle möchte die besten Kaffees dieser Welt für alle Menschen erlebbar machen und dabei das Leben der Kaffeebauern ernsthaft und nachhaltig verbessern. Das Berliner Startup steht für eine neue Art des Handels und möchte Produzenten und Konsumenten in einer direkten und transparenten Art verbinden, wie es sie bisher nicht gab. Und er schmeckt einfach so wunderbar und herrlich.

SOULBOTTLES
Soulbottles bieten eine tolle Alternative zu Plastikflaschen und sollen anregen, mehr Wasser und weniger zuckerhaltige Getränke zu trinken. Soulbottles sind stylisch, praktisch und komplett plastikfrei. Außerdem sind sie aus Glas und daher so transparent, dass man jede noch so kleine Verschmutzung sofort sehen (und bereinigen) kann. Man braucht also nicht in ein dunkles Loch schauen und sich fragen, was dort alles lauert – wie bei Stahl- oder Aluminium-Trinkflaschen – sondern man hält ein durch und durch reines Produkt in der Hand. Ein Euro pro verkaufter Flasche geht übrigens an Viva con Agua.

Außerdem gibt es phantastische Erdbeeren zum Naschen, sowie LemonAid, Quartiermeister und Our/Berlin Vodka für das leibliche Wohl. Also noch einmal der Appell – nichts wie hin da!

FOLKDAYS & Friends Pop-up Shop | 25. – 27. Juni 2015, 11-20 Uhr | Salon am Moritzplatz, Oranienstraße 58, 10969 Berlin | Facebook

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One Response to “FOLKDAYS & Friends Pop-up Shop”
  1. Julia sagt:

    Toller Artikel von der Gründerin von Folkdays über Fair Fashion!

    http://www.thechanger.org/de/blog-de/was-ist-eigentlich-fair-fashion/

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