Aktiv werden, aber wie? Über Möglichkeiten sich zu beteiligen

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Eine innere Unruhe treibt sich in mir umher. Immer wieder, schon seit vielen Jahren kommt sie hoch. Der Moment nach dem News-Check, Kopfschütteln, tief durchatmen und dann eine kleine Wutrede gegen die weiße Wand, die mir nichts entgegnet als Leere. Was ist hier los in unserer Welt?

Das Gedankenkarusell nimmt dann seinen Lauf und dreht sich um falsche Machtverteilung, Klimanotstände und diese ganzen Ungerechtigkeiten. Die Erkenntnisse sind nichts Neues, und dennoch stehe ich da, frustriert und gelähmt zugleich. Ich recherchiere und sehe wie andere sich einsetzen, mit großen und kleinen Aktionen, lese von Gretas und Luisas Politikergesprächen, folge einem weiteren nachhaltigen Verein und möchte das auch: aktiv werden! Mich beteiligen, nicht tatenlos geschehen lassen.

Wir zählen was!

„Bewusstsein ist der erste Schritt zur Besserung und viele kleine Dinge können auch schon etwas verändern“, das habe ich schon sooft gelesen und langsam glaube ich daran. Wenn jeder für seine brennendsten Themen auf die Straße gehen, eine Petition unterschreiben oder sogar seinen Lifestyle umstellen würde, dann wären wir verdammt viele. Und wir sind es bereits. Ich habe viele erfolgreiche Petitionen unterschrieben und freue mich wahnsinnig, dass sie was bewirkt haben. Ich war auf Demos mit 500.000 Gleichgesinnten und das ging nur, weil jeder einzelne sich hier gedacht hatte „ich möchte gehört werden“. Und das bewegt was. Ich glaube langsam wieder an die Wirkung von jedem einzelnen. Man muss sich dafür nur ein wenig aufraffen.

Lasst uns aktiv werden!

Das Thema Engagement und Aktivismus hat mich im letzten Jahr so viel beschäftigt wie noch nie zuvor. Ich vermute, das liegt an der Stimmung der Zeit und dem Wandel der uns bevorsteht oder in dem wir uns bereits befinden. Für mich wird alles lauter, die Stimmen, die sich einmischen, die Menschen, die Tolles bewegen – Menschen, deren Meinung ich teile und für deren Einsatz ich sie bewundere! Aber auch das Negative wird lauter, Dinge, über die man nur den Kopf schütteln kann. Die Beteiligungsmöglichkeiten wahrzunehmen, die wir schon haben ist meiner Ansicht nach daher aktuell Gold wert. 

Vielleicht findet sich der/die eine oder andere in diesem Szenario wieder, möchte auch nicht mehr nur stillsitzen und sucht nach Möglichkeiten zur Aktion.

Folgende Fragestellungen könnten erste Klarheiten verschaffen: 

  • Was ist mir besonders wichtig, bzw. für was möchte ich mich eigentlich engagieren?
  • Wo möchte ich mich engagieren? In meiner Stadt, vor Ort oder weltweit, vom Rechner aus?
  • Wieviel Zeit habe ich dafür oder möchte ich aufbringen?
  • Wie möchte ich mich engagieren – z.B. welche Tätigkeit kann ich mir gut vorstellen –  etwas mit Menschen oder lieber technisch?

Ich habe nicht alle Antworten hierfür, möchte aber gerne Inspiration und Wegweisungen finden und teilen, denn Überforderungen bei diesem Thema hält einen oft davon ab etwas zu tun, obwohl man davon träumt etwas zu bewegen.

Ein Blick in das E-Paper von Teamfreiheit über Politisches Engagement könnte zudem ein erster Leitfaden sein.

Und jetzt: ausprobieren!

Ich persönlich habe nach langer Recherche für ein Ehrenamt und einer Tätigkeit, die sich flexibel in meinen Alltag einbinden lässt, am Ende in meiner Umgebung gesucht und den Verein Zero Waste Köln gefunden, den ich nun unterstütze. Die Nähe, das Thema, die Menschen und die Aktionen haben mir gefallen. Die Zeit, die ich einbringe, kann ich selbst bestimmen, es besteht ja kein Vertrag – ich mache es freiwillig. Kennenlernmeetings sind natürlich umsonst und geben dir einen guten ersten Einblick. 

Ich möchte mit diesem und weiteren Beiträgen, Tipps und Inspiration teilen, Menschen vorstellen und Mut machen. Dafür, dass wir nicht einfach alles hinnehmen müssen, dafür, dass wir Möglichkeiten haben mitzumischen und dafür, dass wir nicht alleine sind mit dem ganzen Shit. Let’s start a revolution.

Wenn du direkt starten möchtest, hier ein paar Links:

Online Petitionen
EPetitionen vom Bundestag
Change.org
Campact
Avaaz
Attac

Vermittlungsplattformen für Ehrenämter
Go Volunteer
Vostel
Helpteers
Youvo

Beitragsbild: Markus Spiske on Unsplash

Kategorien Engagement

über

Kreativ, gesellig, neugierig. Lebe mit 2 bis 5 männlichen Wesen zusammen. Bin unterwegs und in Gemeinschaft meistens am Glücklichsten, liebe Lebensgeschichten und erzähle auch gerne welche. Nachhaltigkeit bedeutet für mich auch mal zu verzichten, aber vor allem Wertvolles neu zu entdecken.

2 Kommentare zu “Aktiv werden, aber wie? Über Möglichkeiten sich zu beteiligen

  1. Danke Cosima für deinen inspirierenden Text! Mir geht es so wie du am Anfang beschreibst. Auf die Frage «Wo anfangen bei so vielen Problemen (oder auch Interessen, aber das ist ein anderes Thema …)?» wechseln Phasen, in denen ich be- und überstürzt viel zu viel anfange, was ich dann nicht schaffe weiterzuverfolgen und Phasen, in denen ich aus Überforderung – gar nicht erst anfange. Beides war bislang schrecklich unbefriedigend für mich. Deine Anleitung und persönliche Herangehensweise sowie das verlinkte E-Paper von TeamFreiheit haben mir sehr geholfen mich zu sortieren und motivieren mich jetzt fokussierter in täglich kleinen bis immer wieder mal großen Schritten loszugehen die Welt zu verändern. Wir sehen uns da draußen! 🙂

    • Liebe Hille,
      das freut mich enorm. Der erste Schritt ist bekanntlich der Schwerste und ich kann nur sagen, wenn man etwas gefunden hat, wo man inhaltlich und auch in der Praxis gut mit arbeiten kann, wird es leichter. Und besonders wichtig: die Vernetzung mit Anderen – das finde ich wirklich sooo hilfreich. Gemeinschaft ist einfach ein starker Treiber. Ich freue mich dich bald da draußen zu sehen :)!

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