Zero Waste Bathroom: Rasierhobel

Ich werde immer besser, was Verpackungen und Plastik angeht. Das Thema Rasur war lange eines, in dem ich keine Alternative zu den Plastik-Geschossen von Gillette und Co gesehen habe. Immerhin halten die Klingen bei diesen Plastikrasierern auch ziemlich lange. Das Stück Plastik in der Hand und die Verpackung der neuen Klingen hat sich aber immer falsch angefühlt. Nun bin ich stolze Besitzerin von einem Rasierhobel und kann euch das nur ans Herz legen.

Mikroplastik in Rasierklingen

Wie alles begann… Es trug sich zu, dass ich letztens mal wieder mit meiner CodeCheck-App im Badezimmer unterwegs war und ein paar Produkte abgescannt habe, die ich noch nicht verpackungslos nutze. Bei den Klingen, die ich seit Jahren verwendet habe, leuchtete dann rot auf: Mikroplastik. Igitt, ich hätte geschworen, keine Artikel mit Mikroplastik im Badezimmer zu haben. Seit diesem Moment wusste ich, dass ich auch an dieses Thema dringend ran muss. Ob in allen Rasierklingen Mikroplastik ist entzieht sich meiner Kenntnis. Was aber feststeht: Sie machen alle ganz schön viel Müll, der überhaupt nicht sein muss.


Foto: the one & only Tim Forssman.

Rasierhobel statt rosa Plastikrasierer

Ich habe dann ein wenig recherchiert und bin zu dem Entschluss gekommen, dass ein Rasierhobel wohl das ist, was ich brauche. Da gibt es einige, die komplett ohne Plastik auskommen. Ich habe mich am Ende für einen von Mühle entschieden, zu anderen Anbietern habe ich somit keine Erfahrung. Das sächsische Unternehmen fertigt die Rasierer und Rasurprodukte komplett im Erzgebirge und hat unter anderem in Berlin einen Shop. Das finde ich super, so habe ich einen Ansprechpartner und kann jederzeit passende Klingen nachkaufen. Die gibt es bislang noch nicht bei dm und Co. Wer keinen Rasur-Shop in der Nähe hat, wird in vielen Unverpackt-Läden oder auch online, zum Beispiel bei Waschbär, fündig.

Die Handhabung des Rasierhobels

Ich muss gestehen, schon ein wenig Respekt vor dem Rasierhobel gehabt zu haben. Bei meinem rosa Gilette-Rasierer waren jede Menge Pflegekissen und Gedöns verbaut, damit KONNTE man sich fast nicht schneiden. Aus dem Rasierhobel schaut die Klinge – und es ist nur eine, nicht vier oder fünf oder mit was die anderen Firmen da immer so werben. Brr. Tatsächlich habe ich mich bisher nur ein einziges mal geschnitten (ich nutze den Hobel seit etwa einem haben Jahr). Das hat ordentlich geblutet, aber ist narbenfrei verheilt. Oder mein Schienbein-Tattoo verdeckt es zumindest gut, Farbe ist nicht raus gegangen an der Stelle. Am Anfang  muss man sich ein wenig einfuchsen, in welchem Winkel der Rasierer einen zwar rasiert, aber nicht verletzt. Ich habe erst mal mit den Beinen angefangen  und mich nach und nach an immer schwierigere Stellen vorgewagt. Mittlerweile nutze ich ihn für alle Körperstellen, die ich rasieren mag. Bisher musste ich die erste Klinge übrigens nicht wechseln, die ist noch immer total scharf.

Achtet darauf, dass ihr einen Rasierer mit geschlossenem Kamm kauft. Die sind einfacher in der Handhabung. Wer klare Konturen oder Muster rasieren möchte, nimmt einen mit offenem Kamm. Das ist für Männer im Gesicht dann oft die bessere Wahl, wurde mir berichtet. Vom Prinzip her ist die Behauptung der in klassischen Drogeriemärkten vertretenen Marken, dass es Rasierer für Männer und Rasierer für Frauen geben muss aber totaler Quatsch. Grade wenn ihr am Anfang noch unsicher seid: teilt euch erst mal einen.

PS – Einige Anbieter haben verschiedene Rasierseifen im Angebot. Bisher komme ich allerdings mit meiner normalen Seife super aus und brauche kein Extra-Produkt für die Rasur.

/ Marken genannt, keine Werbung, keine Kooperationen – einfach nur, was ich denke und erlebe.

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Comments

2 Responses to “Zero Waste Bathroom: Rasierhobel”
  1. Michelle sagt:

    Ich habe mir vor einiger Zeit ebenfalls einen Rasierhobel gekauft, in einem Zug mit Haarseife und Bambus-Zahnbürste. Ich hab den richtigen Winkel noch nicht ganz gefunden, entweder ist der Winkel zu steil oder zu flach, dazwischen gibt es bei mir aktuell noch nichts 😀 Ich denke aber, in diesem Fall gilt „Übung macht den Meister“.

    Liebe Grüße, Michelle von http://www.altruismus-leben.de

    • Anna sagt:

      Hey Michelle,
      ist ja interessant. Was für einen Hobel hast du gekaut? Ich hatte den Dreh ziemlich direkt raus, war aber noch unsicher. Mittlerweile rasiere ich ebenso gedankenlos wie mit meinem alten gepolsterten Gilette-Teil. Ich würde dir gerne helfen 🙂
      Liebe Grüße

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