Pfandkiste mit Spreeblick

Gerade als ich das Maßband um den Laternenpfahl binde um seinen Umfang zu messen, biegt mein Chef um die Ecke.
„Das ist alles Teil eines Großen Plans“ versichere ich ihm.

Und der ist auch kurze Zeit später umgesetzt.  Anna und ich sind darauf stolz wie Oskar aus der Pfandkiste. Wir haben heute nicht nur in die Tastatur gehauen und über kleine Weltverbesserungsmaßnahmen philosophiert,  wir haben einen auf Handwerker gemacht wie die ganz Großen. Mit Säge und Kabelbinder und Kiste gewappnet, haben wir gleich drei Sachen auf einmal klar gemacht: einer Lemonaid-Kiste astreinen Spreeblick beschert, unser Büro vonPfandflaschen befreit und hoffentlich jemandem die Möglichkeit gegeben, 1x weniger in einen Mülleimer greifen zu müssen. Kurz: Wir haben direkt vor unserem Büro eine Lemonaid Pfandkiste angebastelt.

 

Ich hatte seit meinen Pfadfinderzeiten keine Säge mehr in der Hand, aber zum Glück war die Prozedur einfacher als erwartet:

Maße der Laterne nehmen
Kreis in der Größe ausschneiden
Kreis in der Mitte der Kiste markieren
Kreis aussägen
Kistenseite aufsägen
Kiste um die Laterne legen
alles mit Kabelbindern und Gaffa zusammenschweißen
„Pfandkistenaufkleber“ rauf machen
fertig.

Macht’s uns nach. Meldet euch bei Lemonaid, die sagen euch, wo ihr euch eine Kiste besorgen könnt. In deren Büros in Hamburg und Berlin könnt ihr euch zusätzlich total service-mäßig ein Bastelset aus Kabelbindern und Pfandkistenaufkleber abholen. Und falls ihr da nicht wohnt, lasst euch das Bastelset  zuschicken.

Unser Glück währte leider nicht lange – ein böser Mensch, dem höllische Höllen-Qualen aus der Hölle widerfahren werden, hat unsere Pfandkiste entfernt. Aber wir werden uns nicht aufhalten lassen und bald die nächste Pfandkiste an Berlins Laternen basteln. Es macht einfach zu viel Spaß.

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Kategorien Engagement

über

Im Gegensatz zu Kunst sollte Essen bodenständig sein. Ich bin für: Das große Ganze untersuchen // das Kleine bewundern // Entdeckungsreisen // Gute Laune // konkrete Pläne // abgefahrene Ideen // Fusion ohne Regen // Transparenz & Lobbycontrol// Arbeit, von der man leben kann. Überall auf der Welt // sich anmalen // vegi Ernährung (gelingt mir noch nicht immer) // Gui Boratto im Sonnenuntergang – ermöglicht durch eine Photovoltaik-Anlage // Sich reinhängen // Ökosoziale Marktwirtschaft versuchen // nicht mehr verbrauchen als einem zusteht // Einen Ort, an dem ich meinen Gedankenwust platzieren kann: Green Friday. Pop & Poesie gibt es hier: http://juliafriday.tumblr.com Bunte Bilder: http://pinterest.com/juliaschimanzky/

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