Freitagskind: Maren

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Wirtschaftswissenschaftlerin, Vegetarierin, Wahl-Frankfurterin, Little Miss Sunshine: das ist Maren, unser Freitagskind der Woche. Kennen gelernt habe ich Maren bei einem Bankwechsel-Workshop der Triodos Bank, in dessen Marketing-Team sie versucht das bekloppte Finanzwesen unserer Welt ein bisschen sozialer und nachhaltiger zu gestalten. Maren ist ein Mensch, den man sofort irgendwie mögen muss, so viel strahlt einem da entgegen. Ein Gespräch über ihre Arbeit, Slow Food in Frankfurt am Main und  konsumfreie Freizeitbeschäftigungen:

Wie bist du bei der Triodos Bank gelandet?

Die Idee, dass eine Bank, die zwecks ihres Geschäftsmodells Geld „einsammelt“, dieses dann dorthin gibt, wo es Gutes für die Welt bewirkt, habe ich während meines Studiums kennen gelernt und fand das einfach super. Es ist eine Möglichkeit, total unkompliziert gleich in mehreren Bereichen der Nachhaltigkeit Positives zu bewirken. Ich habe dann bei der GLS Bank gearbeitet und auch andere Nachhaltigkeitsbanken in Europa kennen gelernt. Bei der Triodos Bank (die 2009 nach Deutschland gekommen ist) habe ich mich beworben, weil sie gleich in mehreren Ländern in Europa aktiv ist und mir der internationale Austausch Freude bereitet.

Für den Bereich Marketing habe ich mich entschieden, weil mir bei meiner Arbeit im Fairen Handel in Indien richtig bewusst geworden ist, wie wenige Menschen überhaupt von nachhaltigen Alternativen im Wirtschaftsleben wissen. Das will ich ändern!

Was macht dir an deiner Arbeit am meisten Spaß?

Kontakt mit Menschen zu haben und gemeinsam mit Ihnen die Zukunft mitgestalten. Dazu zählen meine Kollegen genauso wie unsere Kunden und weitere an Nachhaltigkeit interessierte Menschen.

Vor welchen Herausforderungen steht ihr?

Menschen in Deutschland das Konzept der Nachhaltigen Bankings nahe zu bringen. Viele kennen es überhaupt nicht und machen sich keine Gedanken darüber, was eine Bank eigentlich mit dem Geld macht, das auf ihrem Konto liegt.

Welche gesellschaftlichen Entwicklungen freuen dich?

In letzter Zeit merke ich, dass Menschen wieder viel offener für Gemeinschaft sind. Viele Leute mit denen ich spreche träumen davon in Gemeinschaft mit anderen naturnah zu wohnen und zu arbeiten. Diese Anteilnahme was um uns herum passiert, freut mich ungemein.

Welche regen dich auf?

Geiz ist geil. Ist es nämlich nicht, sondern traurig. Es macht Menschen einsam.

Hast du ein Lieblings-nachhaltiges-Produkt?

vielleicht mein Fahrrad. obwohl zu dessen Herstellung auch einige Ressourcen aufgewendet wurden. doch jetzt leistet es einfach grandiose Dienste!

Wo kann man in Frankfurt gut slowfoodmäßig essen gehen?

Köstlich ist es im Klabunt in Bornheim! Die Küche bringt immer neue interessante Ideen auf den Teller und es schmeckt wirklich himmlich. Sehr empfehlenswert auch die Bio Gourmet Box in Bockenheim oder der Edelkiosk, ein veganes Café, ebenfalls in Bornheim.

Einer der tollsten Sätze, die je zu Dir gesagt wurden?

„Ich liebe dich.“ Was da alles drin steckt…

Mit wem würdest Du gerne mal eine Nacht durch Frankfurt ziehen?

mit meinen Freunden. kommt auch schon mal vor ;o)

 Deine 5 Tipps für Freizeitprogramm, die nicht mit Konsumieren zu tun haben?

Auf der Wiese tanzen,

Natur schnuppern, z.B. beim Wandern in den Bergen,

unter freiem Himmel Yoga machen,

im Mondlicht baden,

Lachen, dass es andere ansteckt, z.B. in der Bahn.

 

 

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