Freitagskind: Macklemore

Macklemore feiern Anna und ich von vorne bis hinten und wieder zurück. Der Rapper aus Seattle ist auf jeden Fall ein Freitagskind. Wir wissen zwar nicht wie seine co2-Bilanz oder seine Einstellung zum Tierschutz aussieht, aber dass er zu den Guten auf dieser Welt gehört und ein wahnsinnig talentierter Typ ist, der Geschichten über die Widersprüchlichkeiten des Lebens erzählen kann wie kein anderer. Ein bisschen Hipsterästhetik, ein bisschen Honest-Worker-Attitüde, ein bisschen Philosoph und Party Animal. Einer, der nicht nur viel erlebt, sondern auch selbstkritisch reflektiert hat und der seinen Zuhören Themen mit einer krassen Wucht und einer Ehrlichkeit  um die Ohren haut.  Alles verpackt in gutem Rap auf organisch-melodischen Beats. Musik, die einen zuhause tröstet und abends in die Partynacht pusht.

Da ist der Macklemore mit der Suchtvergangenheit, der immer wieder gegen innere Dämonen kämpfen muss und deshalb Songs schreiben kann wie „Otherside“ und „Starting Over“, die einem echt an die Nieren gehen. Da ist der Mensch, der sich in dem Song „Same Love“ für die Schwulen-Ehe einsetzt, sich in „Wings“ Gedanken zu seinem eigenem Markenschuhfetischismus macht und der  in „Thrift Shop“ Spaß an Verkleiden und 2nd Hand Shopping zelebriert. Und da ist der Mann mit den irischen Wurzeln, der Baseball liebt und gerne zu „Irish Celebration“ und „Can’t hold us“ feiern geht.

Anna und ich waren im September bei seinem ausverkauften Konzert in Berlin, wo ihn 900 Fans empfangen haben wie einen Messias und jedes Wort mitrappen konnten. Sogar die Doubletime Parts! Wenn jeder Künstler die Fans bekommt, die er verdient, hat Macklemore einiges richtig gemacht. Nun ist sein aktuelles Album „The Heist“ erschien, übrigens ohne Major, was ich euch hier auch gleich ans Herz legen möchte.

Hier ein paar Lieblingsvideos:

Scheiß auf mundgeblasene Nike-Dunks. Nachdem man das Video zu „Thrift Shop“ gesehen hat, möchte man sofort 2nd Hand shoppen gehen:

One Love:

 

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