Vom Wohnwagon zum Minihaus

Vor etwa zwei Jahren habe ich von meiner Verliebtheit in ein Fahrzeug berichtet, es handelte sich um den Wohnwagon. Tatsächlich hat mich das Projekt nie ganz losgelassen und ich schwelge immer mal in Sehnsucht. Leider kommt es für mich gar nicht in Frage – weder beruflich noch familiär – irgendwo in der Natur einen Wohnwagen zu bewohnen.

Immer noch sehr unrealistisch, aber schon deutlich denkbarer ist das neue Projekt der Österreichischen Gedankenschmiede: Ein Minihaus.

Das Minihaus ist kein fester Bau wie ein “normales” Haus, es lässt sich theoretisch innerhalb von ein paar Tagen ab- und wo anders wieder aufbauen. So lassen sich die Annehmlichkeiten eines eigenen Hauses genießen, ohne dass man seine Flexibilität ganz aufgeben muss. Natürlich geht es mit dem Wohnwagon schneller, den Standort zu wechseln, die Option ist aber trotzdem lässig.

Je nach gewünschter Ausstattung, kann man mit dem Wohnwagon Minihaus bis zu 97% autark leben. Es besteht aber auch die Möglichkeit, sich zum Beispiel an den normalen Wasserkreislauf anzuschließen. Das Haus besteht wo immer möglich aus regionalen und natürlichen Materialien. Das verbaute Holz stammt aus nachhaltiger Forstwirtschaft, die Dämmung erfolgt über Schafwolle aus Österreich. Diese sorgt für eine hervorragende Dämmung, reguliert Feuchtigkeit und Raumklima und bindet darüberhinaus noch Schadstoffe. So könnte ein Minihaus am See aussehen:

Geheizt wird mit Sonne, ein Pufferspeicher dient als Wärmevorrat. Wenn keine Sonne scheint, was hierzulande ja leider häufiger der Fall ist, kann mit dem Holzofen Wärme erzeugt werden. Strom wird über eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach erzeugt. Es gibt sogar die Möglichkeit, E-Mobilität zu integrieren und sein Elektro-Auto aufzuladen, wenn man eines besitzt.

Im Wohnwagon Minihaus gibt es eine Bio-Toilette mit Trocken-Trennsystem, die anscheinend sowohl komfortabel als auch hygienisch und geruchlos funktioniert. Eine Pflanzenkläranlage klärt benutztes Dusch- und Abwaschwasser (sogenanntes Grauwasser) und sorgt dafür, dass das Wasser anschließend zum Beispiel in einen Teich eingespeist und von dort aus zu Trinkwasser aufbereitet werden kann. Wer sich lieber an den normalen Wasserkreislauf anschließen möchte kann das auch tun, das Gründach sorgt dann für ein eigenes Mikroklima mit Kühlung, Multiplikation der solaren Einstrahlung, Feinstaub-Reduktion und Bienenweide.

 

Preislich klingt das Haus durchaus erschwinglich. Los geht es mit der Basisversion ab 140.000 Euro. Wer überlegt, ein solches Haus zu bauen kann es sich genau nach seinen eigenen Vorstellungen planen lassen. Hier findet ihr den direkten Kontakt und weitere Informationen zum Traumhaus.

Wer kein Haus bauen möchte/kann, aber dennoch mehr Autarkie in sein Leben bringen möchte ist im Autarkie-Blog der Wohnwagon-Crew gut aufgehoben. Hier gibt es eine Menge nützlicher Ideen, Tips und DIY-Anleitungen.

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2 Responses to “Vom Wohnwagon zum Minihaus”
  1. Susanne says:

    Davon träume ich auch heimlich! Cool, dass es jetzt eine Haus-“Version” gibt… Vllt sollte ich mal mit dem Sparen anfangen… 😉 Lieben Gruß <3

    • Anna says:

      Im Verhältnis zu dem, was Wohnungen in Berlin aktuell kosten, erscheint der Preis ja sogar erschwinglich finde ich. Findest du eine schöne Wiese mit See in Berlin? Dann können wir zwei Minihäuser draufbauen 😀

      HACH!

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