Das bisschen Haushalt… mach ich mit Bio-Produkten

In der Zeit, in der ich geboren wurde, war die große Hippie-Stimmung langsam passé. Die 80er tobten mit hochtoupierten Haaren, Synthi-Sounds und Glitzerjacken. Nur ein paar verschrobene Freaks sind in die kleinen Bioläden gegangen und haben aus Kastanien selbst Waschmittel hergestellt. Niemand ahnte, wie salonfähig die Bio-Bewegung ein Jahrzehnt später sein würde. Aber es gab immer die, die dran geglaubt haben. So auch die Gründer vom Waschbär Versand.

Im Jahr 1987 saßen sie zusammen und waren mit dem Putzmittel-Angebot nicht glücklich. Natürlich sollte es Zuhause sauber sein – aber bitte ohne Chemie. Nach einigem Herumprobieren haben sie dann eine Ökoputzkiste zusammengestellt – nur mit Mitteln, die umweltschonend, abbaubar und bezahlbar waren. Anfangs haben sie ihre eigenen Wohnungen geputzt und kurz danach einen kleinen Vertrieb in der heimischen Garage gestartet. Erst im Jahr 1993 haben sie Naturmode mit ins Sortiment aufgenommen und 1995 den ersten Katalog gedruckt – das dann aber nicht mehr aus der Garage heraus. Der Waschbär Versand war geboren und hat sich heute zu einem der größten Versender von Naturmode und Bioprodukten gemausert.

Coole Geschichte! Seit 2006 gleicht das Unternehmen übrigens sämtliches verursachtes Co2 (von Versand über Gebäude bis hin zu Dienstreisen) über die Carbon Neutral Company aus und ist seit 2011 Mitglied der Fair Wear Foundation. Fair enough!

waschbär versand

Aber taugen die vertriebenen Produkte denn auch was? Ich habe das mal ausprobiert und bin von der Qualität regelrecht hingerissen. So hübsche Dinge, so nett verpackt. Kaum Plastik, kaum sonstiger Quatsch. Ich habe ein paar Produkte fürs Bad und ein paar für die Küche bekommen und habe (fast) alles in reger Benutzung.

Fürs Badezimmer

Die handgerührte Haarseife und das Seifentäschchen ergeben eine gute Kombi und waschen mein Haar einwandfrei. Feste Shampoos sollte ich viel mehr benutzen! Die reine Shea Butter finde ich grade für besonders trockene Hautstellen oder eine erkältungsbedingt raue Nase total klasse. Schade nur, das sie in einem Plastiktöpfchen und nicht in einem aus Glas kommt. Über Konjac-Schwämme habe ich schon mal berichtet, bei Waschbär gibt es sogar welche in Herzform. Very nice. Die Miswak-Zahnputzhölzer finde ich total faszinierend. Sie kommen aus Afrika und Indien und ersetzen angeblich Zahnbürste und Zahnpasta. So ganz traue ich dem noch nicht, aber für zwischendurch finde ich die Stäbe klasse. Die Olivenholz-Bürste fasst sich toll an, allerdings reichen die Noppen für meine vielen und widerspenstigen Haare nicht aus – aber meine Mutter hat sich gefreut und bürstet sich sehr gerne damit. 🙂

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Ab in die Küche

Richtig eingeschlagen haben die Obst- und Gemüsenetze bei mir. Ich bin recht gut darin geworden, sie zum Einkaufen mitzunehmen und so eine Menge Müll zu reduzieren. Grade trockene Lebensmittel lassen sich super damit transportieren. Die Teelichter kommen ohne Alumantel und sind sehr umweltfreundlich, da sie aus dem Bestand ölhaltiger Biomasse aus in Deutschland nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden. Die wiederverwendbaren Edelstahl-Ummantelungen kamen auch dazu. Sehr lecker und vor allem schön ist der Erblüh-Tee. Nachdem die Blumen mit heißem Wasser begossen wurde, gehen sie wunderschön auf und geben ihr Aroma ab. Immer wieder ein Vergnügen. Nicht ganz so aufregend, aber auch funktional sind der Kalkfänger, der in meinem Wasserkocher gute Dienste leistet und die Abfluss-Sticks, die den Abfluss länger frei halten sollen.

Ich werde definitiv wieder beim Waschbär Versand bestellen und danke an dieser Stelle noch mal ganz herzlich für die netten Päckchen.

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