Slow Fashion Week Berlin – bezahlbar, tragbar, zeitlos

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Gedränge in den U-Bahnen, die Facebook-Timeline voll mit Lästereien über Hipster und Modeblogger, auf Dandy Dairy gibt es endlich wieder die amüsanteste aller No-Go-Listen und auf meinem Schreibtisch liegen jede Menge Party-Einladungen und Akkreditierungen: it’s Fashion Week Berlin.

Und wie schön, ganz viel mehr oder weniger grüne Mode  auf Catwalk-Shows, Messen und in Showrooms. Alles kann man eh nicht sehen, und so habe ich mich auf den Weg auf drei Messen gemacht, um euch ein paar Stücke aus der Kategorie eco, bezahlbar, tragbar und zeitlos ausfindig zu machen. 800 Euro Kleider im Gardinen-Look finde ich auch super anzuschauen, aber das können wir ja schon auf Tausenden anderen Blogs tun. Also ein lauter Tusch: Green Friday macht die Manege frei für Slow Fashion für den Ottonormalverdiener. Wenn grüne Mode gut kombinierbar, lange haltbar und mit ökologischem und sozialen Ansätzen produziert ist, kann sie definitiv nachhaltiger als konventionelle Mode sein. Buy good, buy less. Ihr kennt das.

Los geht es mit der Premium, wo Labels wie The Baand oder People Tree ihre neueste Kollektion zeigen. Die Ethical Fashion Show hat mich positiv überrascht. Als ich das letzte Mal dort war, war die lila-Jersey-Wickeloptik-Dichte doch recht hoch, dieses Mal ist alles etwas jünger und moderner. Die Sympathen von Coffee Circle und Kantine 9 sorgen hier für Verpflegung, ich habe die Girls von DearGoods getroffen und mit Ausstellern spannende Gespräche geführt. Da ist Boombuz, die Schuhe aus kompostierbarem Plastikersatz herstellen und von denen ich mir mir vor meinem nächsten Thermenbesuch ein Paar kaufen werde. Wer sich demnächst einen Parka zulegen möchte, sollte unbedingt beim Upcycling Label Globe Hope vorbeischauen. Umiwi produzieren in Thailand Armreifen aus Mangoholz in den tollsten Farben, Bibico hat jetzt neben dickem, groben Strick auch ein paar feinere Stücke im Sortiment. Last, but not least folgt ein Besuch auf der die Bread & Butter, wie immer die größte und lauteste unter den Modemessen. Labels wie TwoThirds, Knowledge CottonApparel, TOMS, Nudie und Kuyichi zeigen hier ihre Vorstellungen davon, mit welchen Stücken wir nächste Saison unseren Kleiderschrank neu kombinieren können.

Ein Freund erzählte mir vor ein paar Tagen, er hätte folgende Fashion Regeln für seinen Kleiderschrank:  keine Leinensakkos (tragen nur alternde Koksbarone im Sommer), keine T-Shirs mit Knöpfen (kein Stil), kein Schwarz (zu einfach zu stylen, keiner Herausforderung). Ich glaube er könnte nächste Saison bei dem ein oder anderen Slow Fashion Label was finden.

Also liebe Einkäufer, Store Manager, Onlineshop-Betreiber. Bitte ordert nächste Saison das hier:

Organic T-Shirts mit stilsicheren Prints

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People Tree // TwoThirds // The Baand

Badelatschen aus Biokunststoff & Sommerschühchen

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Boombuz // Jonnny’s vegan // Toms

Upcycled Military Stuff

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Globe Hope

weicher Strick

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People Tree // Bibico // Farmers Market

Jeans & Cord

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Goodsociety // Nudie

Sunglasses

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Toms

More to come… und solange sollte ihr einen tollen Artikel auf SPON zu Slow Fashion lesen. 

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Comments

2 Responses to “Slow Fashion Week Berlin – bezahlbar, tragbar, zeitlos”
  1. Sophie38 sagt:

    Schaut doch nächste Saison auf dem lavera Showfloor vorbei: das von euch erwähnte Denimlabel goodsociety hat dort eine ziemlich coole Show hingelegt!

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