Julia auf Lebensmittelsafari – Part 1

Ich habe eine Mission. Ich mache mich auf Safari nach der „richtigen“ Essensquelle:  Ich will Boden und Klima nicht zu sehr belasten, nicht zu viel Energie verbrauchen, nicht mitverantwortlich für Armut und Elend von Mensch und Tier sein und mich gesund ernähren.  Mein Einkauf soll mir nicht übertrieben viel Arbeit machen und irgendwie bezahlbar sein. Ich brauche schließlich noch Geld für sinnlose Freizeitaktivitäten.

Die Suche nach dem „richtigen“ Essen hat ja viele Komponenten. Co2-Produktion. Energieverbrauch. Meeresverschmutzung durch Schiffstransport. Soziale Komponenten wie faire Entlohnung. Lebensmittelverschwendung durch absurde Haltbarkeitsdaten oder dem Wegschmeißen von „verwachsenem Gemüse“. Massentierhaltung. Welthunger. Überfischung. Alles gehört irgendwie zusammen. Und ist kompliziert. Und kann einen schon verunsichern oder einen dazu bringen, das alles lieber komplett zu ignorieren und sich einfach an Walfischsuppe zu erfreuen und zum Nachtisch von Kindersklaven geernteten Kakao zu genießen.

Doch so weit ist es bei mir noch nicht, ich will es wirklich versuchen. Mein erster Stopp führt mich zum Hof Teltower Rübchen. Die haben beim Aktionstag „Teller statt Tonne“  ausgesondertes Gemüse gespendet, das find ich gut, also Auto geliehen und ab zum Hofverkauf.

Meine Reise wäre beinahe schon vorzeitig beendet gewesen. Das Navi führte uns konsequent zu einem Pflanzensupermarkt und einen „Hof“ sucht man bei den Teltower Rübchen auch vergeblich: Es gibt nämlich nur Zelte. Und eine kleine Hinweistafel am Wegesrand, an der wir auch vorbeigetuckert sind. Freunde! Es muss ja kein Las Vegas Leuchtschildalarm sein, aber  ein etwas  auffälliger Weghinweis erleichtert ungeduldigen Großstädtern die Anreise. Doch letztendlich haben wir es geschafft und wurden mit leckeren Gemüse vom Hof Teltower Rübchen belohnt: Zum Test erstmal  verwachsene Karotten, Äpfel und Tomaten.

Fazit: Ohne Auto geht`s nicht, das ist natürlich ein Hindernis, vor allem weil ich keins habe.  Dafür gab es einiges zu gucken und  der Mann an der Wage war auch sehr sympathisch. So unschlagbar günstig kam es mir jetzt allerdings nicht vor, obwohl es Hofverkauf war. Aber die frisch gepflückten Tomaten waren auf jeden Fall der Shit. Bevor es jedoch eine endgültige Entscheidung gibt, wo ich mich in Zukunft mit den wichtigsten Lebensmitteln eindecken werde, müssen noch ein paar Stationen getestet werden. Stay tuned.

Hier alle Infos zum Hof Teltower Rübchen.

 

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