Vegan Queens – Rezepte und Geschichten

Seit dem letzten Herbst bin ich im Besitz des Vegan Queens Buches von Sophia Hoffmann. Sie hat damit bereits ihr zweites Kochbuch herausgebracht. Darin sind wieder haufenweise tolle Rezepte. Zusätzlich werden einige (vegane) Frauen darin vorgestellt. Es vereint also drei Dinge, die ich sehr liebe: Frauen, Essen und Geschichten.

Gemeinsam mit den Frauen hat Sophia Menüs entwickelt. Mit Franziska von Veggie Love hat sie zum Beispiel ein Kräuter-Menü zusammengestellt, mit Jule von der Chaostheorie eines unter dem Motto Pizza & Drinks. Besonders gefreut habe ich mich über das Refugees Welcome-Menü, das mit Sarah und Theresa von der No58 Speiserei kreiert wurde.

In dem Buch geht es zwar um Rezepte und um Frauen, richtet sich aber ebenfalls an Männer und hat echt viel zu bieten: Ganz einfache Gerichte, teilweise geht es auch ein wenig anspruchsvoller zu. Kalte Speisen, warme Speisen, deftige Hauptgerichte, Backwaren und süße Desserts. Ein Rezept für jede Gelegenheit, mindestens.

An Sophias Rezepten gefällt mir unter anderem, dass sie so bunt sind. Die Farben und der Look sind immer wichtig. Natürlich ist vor allem von Bedeutung, dass das Gekochte am Ende schmeckt. Da meine Eltern beide Designer sind, ist mir das Aussehen und die Art und Weise des Anrichtens von Haus aus wichtig.

Das Buch findet ihr in gut sortierten Buchläden. Oder ihr bestellt es – entweder bei eurem liebsten Buchladen oder im Netz. Nur bitte, bitte nicht auf Amazon. Warum ich davon abrate und welche Alternativen es gibt, steht hier.

Ich freue mich, euch als eine Art Teaser für das Buch Sophias Rezept für lila Brot aus dem Stullenbüro-Menü verraten zu dürfen. Viel Spaß beim Nachbacken. Zeigt her eure Brote 🙂

Lila Brot

Alles fing mit dem roten Brot aus meinem ersten Kochbuch an. Es wurde zu einem wiedererkennbaren Rezept, meinem sogenannten Signature Dish. Ob auf Instagram oder auf Facebook, backwütige LeserInnen posteten ihre Ergebnisse und mir hüpfte jedes Mal das Herz vor lauter Freude. Doch weil rotes und grünes Brot mittlerweile alte Hüte aus der vorletzten Saison sind (freundlicher formuliert: etablierte Klassiker), habe ich mir neue Farbspiele ausgedacht.

Ta-Dah: Das lila Brot. Die Basis bildet Rotkohl-Saft, der auch ohne Entsafter gewonnen werden kann, die grünen Kerne als optischen Kontrast machen das Bild perfekt.

Bitte Scheibenweise genießen.

Zubereitungszeit: 120 Minuten
Zutaten (für 1 Laib Brot)
¼ Rotkohlkopf (250g)
300 ml Wasser
500 g Weizenmehl Typ 550
2 gestrichene TL Salz
1 Würfel frische Hefe
nach Belieben 100 g Pistazien oder Kürbiskerne als farbige Zugabe

Zubereitung:

Den Rotkohl mit einem großen scharfen Messer grob zerschneiden und zusammen mit dem Wasser in der Küchenmaschine oder einem Blender pürieren. Durch ein feines Sieb, ein Mulltuch oder einen Nussbeutel sieben, den Saft in einer Schüssel auffangen.

Das Mehl mit dem Salz in eine Rührschüssel geben, die Hefe fein darüber krümeln. 250 ml des Rotkohl-Saftes dazu geben und mit den Knethaken des Handrührers oder in einer Knetmaschine mindestens 5 Minuten kneten bis der Teig elastisch ist. Das geht auch mit den Händen, dann auf einer bemehlten Arbeitsfläche kneten. Falls der Teig zu feucht ist, noch etwas Mehl dazu geben, wenn er zu trocken ist, noch etwas mehr Saft dazu. Den Teig mit einem frischen, angefeuchteten Küchentuch abdecken und an einem warmen, trockenen Ort eine Stunde gehen lassen.

Den Backofen auf 190 Grad Ober/Unterhitze vorheizen.

Die Pistazien oder Kürbiskerne auf einer bemehlten Arbeitsfläche in den Teig einarbeiten und in eine Springform geben. Gerne noch mal 10 Minuten gehen lassen.

Mit einem scharfen Messer oder einer Rasierklinge Rauten oder Streifen in das Brot schneiden. So wird die Kruste später hübscher.

Etwa 40 Minuten backen, bis die Kruste braun und knusprig ist. Ihr könnt auch den Trick mit der Wasserschüssel und den zwei Temperatur-Stufen wie beim Wolfsbrot (Seite 125) anwenden, das verträgt jedes Brot gut. Wenn ihr noch nicht sicher seid ob der Laib innen durch ist, einfach den Stäbchentest machen. Bleibt nichts mehr kleben, ist alles paletti.

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