Onlineshop Safari Part 3: Shopping with a purpose

Nach Handmade und Slow Food geht es im dritten Teil unserer Onlineshop-Safari um die “Gemischtwarenläden with a cause”.  Mehrere Shops im Netz bieten Produkte an, die nachhaltig produziert wurden oder einem guten Zweck gewidmet sind.

Fraisr – kaufen, verkaufen, Gutes tun. 

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Start:
2012, Sitz in Berlin

Produkte:
 Der Onlinemarktplatz Fraisr bietet ein buntes Sortiment. Privatleute verkaufen ihre alten Karohemden und Vintage Lampen, etwa 400 Gewerbetreibende ihre Produkte wie Tees, Gewürze oder Schmuck. Sogar Dienstleistungen können verkauft werden. 6% des Verkaufspreises bekommt Fraisr als Provision.

Der Cause: Ein Teil des Erlöses gehen an eine soziale Einrichtung, die die Händler selbst bestimmen können. Wieviel wohin geht sieht man bei jedem Verkauf. Mit dabei sind Organisationen wie Arche, Deutsches Kinderhilfswerk, Reporter ohne Grenzen, Amensty International… Fraisr ist also nicht nur eine Shopping, sondern auch eine Fundraisingplattform. Wenn alles gut läuft profitieren also gleich vier Parteien: der Verkäufer an seinen Einnahmen, der Käufer an einem schönen neuen Produkt, fraisr an der Provision und eine Organisation an einer Spende. Die Idee ist gut, Spenden werden bekanntlich immer gebraucht.  Den Hardlinern unter euch wird das Konzept wahrscheinlich nicht weit genug gehen: man weiß bei fraisr nicht immer, ob die Menschen, die das Produkt hergestellt haben auch profitieren und wie Umweltbilanz der Produkte so aussieht.

Look & Usability: 
Der Look der Seite gefällt mir sehr gut, die Suche logisch aufgebaut. Die Produktbeschreibungen sind eher kurz – woher der Artikel stammt oder wie er produziert wurde bleibt meistens im Nebel. Die Beschreibungstexte sind auch teilweise abgeschnitten und wie bei jedem Marktplatz haben die Fotos eine sehr unterschiedliche Qualität. Es gibt wenig Richtlinien was verkauft werden darf – dadurchist das Sortiment sehr bunt – muss man ein bisschen Zeit zum Stöbern mitbringen.

Lieblingsprodukte zum Verschenken:

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Avocado Store – Marktplatz für Eco Fashion und Green lifestyle
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Start: 2010 in Hamburg

Produkte: Der Avocado-Store ist der Pionier in Sachen Marktplatz für nachhaltige ProdukteDas Sortiment reicht von Computer-Mäusen aus Holz bis zur Bio-Yogamatte – über 45.000 grüne Alternativen haben die Avocados zur Zeit am Start. Besonders die Auswahl an Eco Fashion ist sehr groß.

Nachhaltigkeit:  Jedes Produkt muss mindestens eins von zehn Nachhaltigkeitskriterien erfüllen, dazu gehört zum Beispiel vegan oder fairtrade, co2-sparend, made in Germany oder Bio.

Look & Usability:
Die Seite sieht für meinen Geschmack ein bisschen unaufgeräumt aus. Wer sonst bei Zalando oder asos Klamotten kauft, wird sich an den grünen Marktplatz ersteinmal etwas gewöhnen müssen. Die Qualität der Bilder ist sehr unterschiedlich und man kann wenig Unterkategorien filtern. Heisst, man kann nach Schuhen suchen, aber nicht nach Turnschuhen. Auch für Avocado gilt daher: Zeit mitbringen und stöbern. Dabei von Dingen, die einem nicht gefallen nicht abschrecken lassen, sondern weiter klicken. Bei der großen Auswahl ist sicherlich das ein oder andere potentielle neue Lieblingsteil dabei. Sehr praktisch finde ich die Geschenkgutscheine, die Avocado anbietet und die man gut verschenken kann 🙂

Lieblingsprodukte zum Verschenken:
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avocado  


Goodz – Design, Qualität & Nachhaltigkeit

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Start: Dezember 2013 in Berlin

Produkte: Alle Produkte in den Kategorien Fashion, Beauty, Home und Food sollen Design, Qualität und Nachhaltigkeit in der DNA haben. Das reicht vom edlen Walachei Eco Waschmittel bis zur schicken Upcycling-Tasche aus alten Förderbändern. Der jüngste unter den Nachhaltigkeitsshops ist noch in der Beta Phase – demnächst sollen mehr Produkte und Funktionen dazu kommen.

Nachhaltigkeit: Einen Aspekt in Sachen Umwelt, Gesundheit oder Gesellschaft müssen Produkte mitbringen, damit sie auf goodz verkauft werden. Dabei sind zum Beispiel Marken, die nach dem One for One Prinzip arbeiten, in Deutschland produzieren oder nur mit biologisch angebauten Rohstoffen arbeiten.

Look & Usability: Goodz setzt auch beim Webshop auf Ästhetik. Der Look ist ein bisschen “pinterestig” und es gibt diverse Unterkategorien in der Filterfunktion. Demnächst soll noch eine Suche hinzukommen. Jede Marke hat eine eigene “Brand Page”, auf der man mehr über die Vision der Macher und ihre Produktionsweisen erfährt. –> Zur Transparenz muss man sagen, dass ich die Macher sehr gut kenne und sie bei ihrem Blog unterstütze. Ich bin also nicht ganz neutral in meinem Urteil 😉

Lieblingsprodukte zum Verschenken:
Umiwi     walachei shampoo

headmates    bambu

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