Lohnt sich zu lesen: mare

In Bahnhofs-Kiosken bin ich immer wieder erstaunt, wie viele Print-Magazine es so gibt. Ganz schön viel Schund, aber doch auch eine ganze Menge extrem lesenswerter Kram. Eine Zeitschrift begleitet mich schon ziemlich lange: die mare. Sie trägt den schönen Untertitel “Die Zeitschrift der Meere”. Seit kurz nach ihrem ersten Erscheinen hat meine Mutter sie immer mal gekauft. Ich kann mich gut erinnern, mit etwa 12 Jahren im Schweden-Urlaub in einer Ausgabe geblättert zu haben.

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Nach wie vor weist die mare phantastische Photographien vor. Vorrangig, wie sollte es anders sein, mit einem Bezug zum Thema Meer. Die aktuelle Ausgabe finde ich ganz besonders gelungen. Sie widmet sich unter anderem dem Thema des Meerespiegelanstieges, den der Klimawandel mit sich bringt. Hierfür ziehen sie unter anderem die Insel Sylt als Beispiel heran. Die wird nämlich immer kleiner. Es gibt aber auch noch einen Haufen anderer, spannender Themen im Heft. Zum Beispiel wird Michael Biets Overland vorgestellt, der auf einer norwegischen Insel Meersalz schöpft. Der Text über Julia Maruschewska und ihren Beruf als Zollchefin in Odessa ist absolut packend.

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Auf der nächsten Bahnfahrt habt ihr keine Chance, die ganze Zeit über die fünf Minuten Verspätung zu twittern. Ihr werdet nämlich ganz vertieft in die mare sein – sofern ihr so schlau wart, sie vor Abfahrt zu kaufen.

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Ein paar Jahre nach der Veröffentlichung der ersten Zeitschrift hat mare übrigens begonnen, auch Bücher herauszubringen. Die stehen auch alle in irgendeinem Bezug zum Meer oder zum Wasser. Im Sommer habe ich “Rubinrotes Herz, eisblaue See” gelesen. So verliebt war ich lange nicht in ein Buch. Das empfehle ich euch jetzt, auch wenn es in keinem besonderen Zusammenhang zum Thema Nachhaltigkeit steht. Trotz seiner Dicke habe ich es in 1,5 Tagen gelesen. Herrlich! Wer es mir gleichtun will, bestellt es sich am besten direkt. Aber nicht bei amazon, ja? Auf zum Lieblingsbuchhändler oder zu fairbuch.de 🙂

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Mehr Infos zum Verlag findet ihr auf mare.de.

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